PD. Dr. med Ulrich Steude wurde am 14.4.1942 in Rottweil am Neckar geboren und ist nach kurzer schwerer Krankheit am 27.02.2010 in Hamburg verstorben. Nach dem Gymnasium in Rottweil studierte Ulrich in München Medizin, welches er am 08.08.1967 mit der Ärztlichen Prüfung abschloß. Seine Medizinalassistentenzeit führte in über die Gynäkologie und die Chirurgie zur Experimentellen Chirurgie.
Unter Direktor Prof. Brendel forschte Ulrich über die Herz-Lungen-Maschine.
Am 31.10.1969 reichte Ulrich Steude seine Doktorabeit ein und es erfolgte die Bestallung als Arzt Dr. med. am 16.12.1969.
Sein gesamtes berufliches Leben war Dr. Steude der Neurochirurgischen Universitätsklinik der Ludwigs-Maximilians Universität München treu. Er begann seine Ausbildung unter Prof. Dr. med. Frank Marguth am Beethoven-Platz in München und wechselte 1974 an den neu geschaffen Standort der Neurochirurgie an das Klinikum Großhadern, München.
Am 08.02.1978 erhielt Ulrich den Titel Facharzt für Neurochirurgie und wurde 1980 Akademischer Rat zur Anstellung, 1983 Akademischer Rat, 1987 Akademischer Oberrat und 2000 Akademischer Direktor. Im Jahre 1987 reichte Ulrich Steude seine Habilitationsschrift zur Erlangung der Venia legendi für Funktionelle Neurochirurgie mit dem Thema und Titel: „Die Trigeminusneuralgie“ ein und erlangte diese am 18.05.1988.
Was ist ein lieb gewordener und verdienter Mensch außer den vorher genannten Zahlen und Daten? Ein Freund, Lehrer, Mentor, Berater… Wie war sein berufliches Wirken und Tun? Eines Vorweg: Ulrich Steudes effektive, ehrliche und geradlinige Art führten zur absoluten Unterstützung durch seinen Direktor Frank Marguth. Zusammen mit Prof. Otmar Gratzl entwickelte Ulrich Steude den mikrochirurgischen sublabialen und transnasalen transphenoidalen Zugang zur Hypophyse Anfang der 70er Jahre, was fortan eine Domäne der Münchner Neurochirurgischen Schule war. Sein manuelles Geschick führte ihn über die allgemeine Neurochirurgie zur Funktionellen Neurochirurgie, wo er beispielhaft als einer der Wenigen alle Therapieformen der Behandlung von Affektionen des N. Trigeminus beherrschte. Die elektrische Dauerstimulation des Ganglion Gasseri bei neuropathischen Schmerzen ging auf seine Entwicklung zurück.
Neben seiner Mitgliedschaft in den verschiedenen Gesellschaften war er seit 1979 Mitglied der World Society for Stereotactic and Functional Neurosurgery und seit seiner Pensionierung im Jahre 2008 Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neuromodulation.
Seinem privaten Interesse galten die Berge und das Meer. Vom Ersteren hatte er bis zur Pensionierung ausreichend, so dass er im Ruhestand nach Hamburg umzog, wo er am 08.02.2008, nach kurzer und schwerer Krankheit, seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof Ohlsdorf (in der Nähe der Kapelle 11) fand.
Unser Mitgefühl gilt seiner Frau Marita, die ihn nach Diagnosestellung fürsorglich pflegte.
Wir verlieren in ihm den gütigen und ausgeglichenen Menschen, den treuen und hilfsbereiten Freund. Sein Andenken werden wir immer in Ehren halten.
Prof. Dr. med. Wilhelm Eisner
Medizinische Universität Innsbruck
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LEITLINIE
Epidurale Rückenmarkstimulation zur Therapie chronischer Schmerzen
Erhältich auf Anfrage bei der DGNM
Nächster Kongress:
February 22-23, 2012
8th Annual Update Symposium on Clinical Neurology and Neurophysiology
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